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Das sind Ökomodellregionen

Mehr Bio aus Hessen für Hessen

Bis 2025 soll der Ökolandbau in Hessen einen Anteil von 25 Prozent an der heimischen Landwirtschaft haben. Dieses Ziel hat die hessische Landesregierung von CDU und Bündnis 90/Die Grünen in ihrem jüngsten Koalitionsvertrag festgeschrieben. Damit kann Landwirtschaftsministerin Priska Hinz ihre Politik aus der vergangenen Legislaturperiode fortsetzen, mit dem Ökoaktionsplan den ökologischen Landbau zu stärken und regionale Kreisläufe auszubauen.

Die Ökolandbau Modellregionen haben die Aufgabe, Projekte und Maßnahmen zu entwickeln, die geeignet sind, den Anteil an ökologisch und regional erzeugten Lebensmitteln zu erhöhen. Unter dem Motto „Mehr Bio aus Hessen für Hessen!“ arbeiten sie in ihrer jeweiligen Region daran,

  • das ökologische Bewusstsein in der Landwirtschaft und bei den Verbraucher*innen zu stärken, 
  • die Erzeuger*innen und Verarbeiter*innen von ökologischen Lebensmitteln stärker untereinander, mit den Verbraucher*innen sowie Akteur*innen aus Gastronomie und Tourismus zu vernetzen und
  • die Verbraucher*innen für regionale Kreisläufe und heimische Lebensmittel zu sensibilisieren.

 
Regional handeln – Ideen und Lösungen vor Ort

Hessen ist geprägt von vielfältigen Landschaften und historisch gewachsenen Regionen. Jede davon hat ihre eigenen Strukturen und Akteur*innen, ihre besonderen Stärken, aber auch Herausforderungen. Einige Regionen haben bereits seit Langem eine Vorreiterrolle in der ökologischen Landwirtschaft inne, andere benötigen eher grundlegende Aufbauarbeiten. Was eine Region braucht, um ihr Potenzial weiterzuentwickeln, kann daher sehr unterschiedlich sein – und wer kann das besser wissen, als die Menschen in den Regionen selbst …

Die Ökolandbau Modellregionen Hessen verfolgen vor Ort vielfältige Ansätze – nicht nur für die Menschen und Betriebe in ihrer Region, sondern vor allem mit ihnen gemeinsam. Welche Entwicklungsschritte stehen an, um Öko-Betriebe – von den Erzeuger*innen über die Verarbeiter*innen bis zu den Vermarkter*innen – noch erfolgreicher zu machen? Wo gibt es engagierte Menschen und Betriebe mit ökologischen Ideen, die noch Unterstützung benötigen? Welche ressourcen- und klimaschonenden Ansätze gibt es in der Landwirtschaft und wie können sie weiter ausgebaut werden? Wo ist Vernetzung dringend notwendig oder ausbaufähig? Welche neuen Vertriebsideen können Öko-Betriebe nutzen? Und nicht zuletzt: Was bringt die Verbraucher*innen dazu, den Wert von ökologisch erzeugten Lebensmitteln aus der Region zu erkennen und sich mit den örtlichen Erzeuger*innen stärker zu identifizieren?


Regionen gestalten – gemeinsam für eine nachhaltig ökologische Entwicklung

Die Projekt-Manager*innen der Ökolandbau Modellregionen verstehen sich als Impulsgeber*innen und Ansprechpartner*innen. Gemeinsam mit den engagierten Menschen, Betrieben und anderen Akteur*innen bauen sie vorhandene Strukturen aus und erschließen neue Potenziale für eine nachhaltige und ökologische Entwicklung ihrer Region.

Erfolgreiche Aktionen und Projekte stärken das Bewusstsein der Menschen, gemeinsam etwas zu bewegen, gemeinsam die Region gestalten zu können. Auf diese Weise setzt jede Modellregion positive Entwicklungen in Gang, die auch langfristig wirksam sind – und die zusammengenommen das (ökologische) Profil in Hessen nachhaltig weiterentwickeln.


Aktive Regionen gesucht – die Wettbewerbe „Ökolandbau-Modellregionen Hessen“

2014/15 startete das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erstmals einen Wettbewerb „Ökolandbau Modellregionen Hessen“. Die Wettbewerbe sollten einen Anreiz für Regionen bieten, Ideen und Projekten zu entwickeln, mit denen sie die ökologische Landbewirtschaftung und den Konsum regionaler Bio-Lebensmittel fördern.

Aufgerufen waren Menschen in hessischen Regionen, insbesondere die Akteur*innen der Regionalentwicklung, Landwirtschaft und des Verbraucherschutzes sowie die politisch Verantwortlichen. Sie konnten sich über die Landkreise oder LEADER-Regionen als öffentliche oder private Projektträger bewerben.

Gesucht wurden Ideen und Projekte, die vor vorrangig regionale Wirtschaftskreisläufe sowie die Verknüpfung zwischen der wachsenden Nachfrage der Verbraucher*innen auf der einen und der landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Erzeugung und Vermarktung auf der anderen Seite herstellen und wesentlich verbessern. Dabei sollten alle Bewerbungen drei Aufgabenbereiche berücksichtigen

  • Landwirtschaft und ökologische Erzeugung,
  • Verarbeitung und Vermarktung, Tourismus und Gastronomie sowie
  • Verbraucherverhalten und Umweltbildung.

Die eingereichten Ideen und Projekte wurden vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit Unterstützung einer Jury bewertet und ausgewählt. Aus den bislang zwei Wettbewerben sind acht „Ökolandbau Modellregionen Hessen“ hervorgegangen. Drei von ihnen arbeiten bereits seit Ende 2015 bzw. Anfang 2016, die jüngsten seit 2019.

Weil von den Ökolandbau Modellregionen wichtige Veränderungsprozesse ausgehen, fördert das Land Hessen dieses Programm derzeit weiter. Denn das erklärte Ziel von Landwirtschaftsministerin Priska Hinz ist es, die Ökolandbau Modellregionen auf ganz Hessen auszuweiten und damit Hessen zum Ökolandbau-Modell für ganz Deutschland zu machen.


Den Wandel fördern – Unterstützung für die Ökomodellregionen

Mit der Ernennung zur Ökolandbau Modellregion Hessen werden die ausgezeichneten Regionen von der Hessischen Landesregierung auf vielfältige Weise unterstützt. Um die Entwicklungskonzepte umsetzen zu können, erhalten die Modellregionen für jeweils zwei Jahre einen Personalkostenzuschuss für das Projektmanagement von bis zu 75 Prozent, maximal 50.000 Euro pro Jahr, 25 Prozent tragen die Antragsteller*innen selbst. Neben der fachlichen Unterstützung durch das Hessische Landwirtschaftsministerium erhalten die Projekt-Manager*innen auch finanzielle und personelle Hilfen für ihre Öffentlichkeits- und Vernetzungsarbeit.

Die Ökolandbau Modellregionen in Hessen arbeiten eng mit den regionalen Akteur*innen aus Politik, Verwaltung und Verbänden zusammen. Auch die Vereinigung für den Ökologischen Landbau in Hessen e. V. (VÖL) und die in ihr organisierten Öko-Anbauverbände (Bioland, Naturland, Demeter, Biokreis und Gäa) unterstützten die Modellregionen unter anderem durch die „Aktionsgemeinschaft ECHT HESSISCH!“


Gute Ideen aus den Regionen 

Aus den hessischen Ökolandbau Modellregionen kommen eine ganze Reihe erfolgreicher Projekte:

  • Biowoche (Wetterau), Öko-Aktionstage (Nordhessen), BioLust (Rhön) (Erzeuger-Verbraucher-Dialog, Bildung)
  • (Bio-)Feierabendmärkte (Neue Vermarktungswege, Erzeuger-Verbraucher-Dialog) 
  • Bio-Streuobst-Apfelchips (Erhalt von Streuobstwiesen) 
  • Bio-Heumilch (Vermarktung) 
  • Umstellungsberatung für landwirtschaftliche Betriebe und Begleitung von Öko-Zertifizierungen verschiedener Verarbeitungsbetriebe (Umstellung)
  • Einkaufsführer für regionale (Bio-)Produkte (Vermarktung, Erzeuger-Verbraucher-Dialog) 
  • Bio in der öffentlichen Verpflegung (Vermarktung) 
  • „Schritte für mehr Bio – Gesichter und Geschichten“ Filmbeiträge (Verbraucherbildung, regionale Identität)
  • Wandernder Infostand (Erzeuger-Verbraucher-Dialog, regionale Identität)