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Aktuelles Wetterau

Wetterauer Erzeuger und Gastronomen vernetzen sich

„Die regionale Vermarktung von Lebensmittel zu stärken, ist erklärtes Ziel des Wetteraukreises und ein wichtiges Anliegen im Projekt Modellregion Ökolandbau Wetterau “, sagt Kreisbeigeordneter und Landwirtschaftsdezernent Matthias Walther. Regional ist absolut in, darin waren sich alle Teilnehmer der Veranstaltung „Heimat auf dem Teller – gemeinsam Gäste gewinnen“ einig. Am 5. Februar haben 40 Erzeuger und 25 Gastronomen gemeinsam in der Sampohalle in Bingenheim erörtert, wie regionale Produkte auf die Teller der Gastwirte kommen.

Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Hessen, Kreisverband Wetterau e.V., dem Wetteraukreis (Modellregion Ökolandbau Wetterau), der TourismusRegion Wetterau und dem Verein Wetterauer Landgenuss, in dem sich Erzeuger und Gastronomen zusammengeschlossen haben.

Regionalität ist aus vielen Gründen sinnvoll: Die Produkte sind nicht um die halbe Welt gereist, um auf dem Teller der Gastwirte zu landen. Viel Verpackungsmüll entfällt. Das Image der Produkte ist hoch und die Qualität und Frische ist oft höher als bei von weither eingeführten Produkten. „80 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher wollen lieber regionale Produkte“, sagt Holger Gries, der im Landkreis Groß-Gerau höchst erfolgreich ein Restaurant betreibt mit überwiegend regionalen Produkten. „Die Gäste wollen aber auch genau wissen, wo das Fleisch auf dem Teller herkommt“, betont der Gastwirt.

Dazu konnten einige Referenten der Veranstaltung einiges beitragen, etwa wenn Bio-Schweinefleisch vom Gut Marienborn in Büdingen kommt, Erdbeeren und Spargel vom Spargelhof Bär in Karben oder Gänse- und Putenteile aus heimischer Zucht in Rockenberg, wie etwa von Berthold Antony, der 80 Prozent seiner Erzeugnisse im eigenen Hofladen vermarktet.

In der Zusammenarbeit zwischen Erzeugern und Gastronomen gibt es aber auch Konfliktlinien, etwa wenn Produkte nicht immer in der gleichen Qualität verfügbar sind. Der Landwirt will natürlich das Schwein als Ganzes verkaufen, während die Gastwirte Lende oder Filet - oder am Beispiel von Geflügel, Keulen oder Brust - bevorzugen, der Rest des Tieres aber auch vermarktet werden muss. Christoph Förster vom Gut Marienborn empfiehlt, dafür einfach mehr Kreativität auf die Speisekarte zu bringen und alle Teile des Bio-Schweins zu vermarkten.

Einen wichtigen Raum nahm der ‚Marktplatz der Region‘ bei der Veranstaltung ein, auf dem 17 regionale Direktvermarkter ihre Produkte vorstellten. Das Angebot reichte von verschiedenen Fleischsorten wie Bio-Schweinefleisch über Bio-Gemüse, von Backwaren und Pilzen aus ökologischer Erzeugung über verschiedene Säfte, Edelbrände und Seccos bis hin zu geschälten Kartoffeln.

Insgesamt ein gelungener Nachmittag, den viele Gastronomen zur Kontaktaufnahme und Vertiefung genutzt haben. Auch Christian Sperling, Leiter des Fachbereichs Regionalentwicklung und Umwelt der Kreisverwaltung, zeigte sich zufrieden. „Eine gute Veranstaltung, die wir bei Bedarf fortsetzen werden.“