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Vom 23. bis zum 31. August 2019 findet zum vierten Mal die Veranstaltungsreihe BioWoche in Wetterau statt. Bio-Landlandwirte, Verarbeitungsbetriebe, Naturkostläden und Vereine öffnen erneut mit einem bunten Programm ihre Hoftore und Türen für Verbraucher.

In den letzten Jahren erstreckte sich das Angebot von Workshops, Hoffeste, Aktionstagen, Betriebsführungen mit Verkostungen bis hin zu musikalischen Kulturveranstaltungen und vieles mehr. „Der Wetteraukreis ist Modellregion für den Ökolandbau in Hessen. Mit der BioWoche wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern für mehr Bio in der Region werben“, sagt Landwirtschaftsdezernent Matthias Walther.

Unter dem Motto "Genussvoll informieren" soll die Veranstaltungsreihe BioWoche in der Wetterau auch in diesem Jahr kleinen und großen Verbrauchern die Möglichkeit geben authentische Einblicke in die ökologische Landwirtschaft zu erhalten, Biolebensmittel zu probieren und die ökologische Vielfalt in der Wetterau mit allen Sinnen zu erleben.

Daher sind wir auf der Suche nach weiteren Kooperationspartnern für die BioWoche vom 23. bis zum 31. August 2019 in der Wetterau! Bei Interesse melden Sie sich bitte bei:

Wetteraukreis - Der Kreisausschuss
Modellregion Ökolandbau Wetterau
Homburger Straße 17
61169 Friedberg

Ansprechpartner/in
Claudia Zohner
Telefon 06031 83-4217
Fax 06031 83-914217
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

„Die regionale Vermarktung von Lebensmittel zu stärken, ist erklärtes Ziel des Wetteraukreises und ein wichtiges Anliegen im Projekt Modellregion Ökolandbau Wetterau “, sagt Kreisbeigeordneter und Landwirtschaftsdezernent Matthias Walther. Regional ist absolut in, darin waren sich alle Teilnehmer der Veranstaltung „Heimat auf dem Teller – gemeinsam Gäste gewinnen“ einig. Am 5. Februar haben 40 Erzeuger und 25 Gastronomen gemeinsam in der Sampohalle in Bingenheim erörtert, wie regionale Produkte auf die Teller der Gastwirte kommen.

Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Hessen, Kreisverband Wetterau e.V., dem Wetteraukreis (Modellregion Ökolandbau Wetterau), der TourismusRegion Wetterau und dem Verein Wetterauer Landgenuss, in dem sich Erzeuger und Gastronomen zusammengeschlossen haben.

Regionalität ist aus vielen Gründen sinnvoll: Die Produkte sind nicht um die halbe Welt gereist, um auf dem Teller der Gastwirte zu landen. Viel Verpackungsmüll entfällt. Das Image der Produkte ist hoch und die Qualität und Frische ist oft höher als bei von weither eingeführten Produkten. „80 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher wollen lieber regionale Produkte“, sagt Holger Gries, der im Landkreis Groß-Gerau höchst erfolgreich ein Restaurant betreibt mit überwiegend regionalen Produkten. „Die Gäste wollen aber auch genau wissen, wo das Fleisch auf dem Teller herkommt“, betont der Gastwirt.

Dazu konnten einige Referenten der Veranstaltung einiges beitragen, etwa wenn Bio-Schweinefleisch vom Gut Marienborn in Büdingen kommt, Erdbeeren und Spargel vom Spargelhof Bär in Karben oder Gänse- und Putenteile aus heimischer Zucht in Rockenberg, wie etwa von Berthold Antony, der 80 Prozent seiner Erzeugnisse im eigenen Hofladen vermarktet.

In der Zusammenarbeit zwischen Erzeugern und Gastronomen gibt es aber auch Konfliktlinien, etwa wenn Produkte nicht immer in der gleichen Qualität verfügbar sind. Der Landwirt will natürlich das Schwein als Ganzes verkaufen, während die Gastwirte Lende oder Filet - oder am Beispiel von Geflügel, Keulen oder Brust - bevorzugen, der Rest des Tieres aber auch vermarktet werden muss. Christoph Förster vom Gut Marienborn empfiehlt, dafür einfach mehr Kreativität auf die Speisekarte zu bringen und alle Teile des Bio-Schweins zu vermarkten.

Einen wichtigen Raum nahm der ‚Marktplatz der Region‘ bei der Veranstaltung ein, auf dem 17 regionale Direktvermarkter ihre Produkte vorstellten. Das Angebot reichte von verschiedenen Fleischsorten wie Bio-Schweinefleisch über Bio-Gemüse, von Backwaren und Pilzen aus ökologischer Erzeugung über verschiedene Säfte, Edelbrände und Seccos bis hin zu geschälten Kartoffeln.

Insgesamt ein gelungener Nachmittag, den viele Gastronomen zur Kontaktaufnahme und Vertiefung genutzt haben. Auch Christian Sperling, Leiter des Fachbereichs Regionalentwicklung und Umwelt der Kreisverwaltung, zeigte sich zufrieden. „Eine gute Veranstaltung, die wir bei Bedarf fortsetzen werden.“

Mittagessen und Zwischenmahlzeiten in Kitas und Schulen wünschen sich viele nicht nur ausgewogen, sondern auch regional und nachhaltig aus ökologischer Landwirtschaft. Bislang scheitert der Anspruch häufig daran, dass begrenzte Budgets vermeintlich keine Bio-Produkte zulassen. Um hierzu Ansätze und Möglichkeiten in der Bio-Außerhausverpflegung aufzuzeigen, fand im Rahmen des Projekts Modellregion Ökolandbau Wetterau im November 2018 die Veranstaltungsreihe „Bio in Kita und Schule“ statt.

Der Ausbau der Ganztagsbetreuung birgt für Schulen und Kitas die Chance, ihre Speiseangebote kindgerecht zu gestalten und dies von Beginn an teilweise oder komplett auf Bio auszurichten. Doch bei der bedarfsgerechten und ökologischen Ernährung von Kindern und Jugendlichen fühlen sich Verantwortliche oft nicht ausreichend informiert. Das Angebot von budgetgerechten Bio-Lebensmitteln im Speiseplan ist daher ein Herausforderung und gleichzeitig ein großer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit für die Einrichtung.

Vor der Umstellung treten viele Fragen auf: Wie kann man Bio in der Küche umsetzen? Wie werden Bio-Speisepläne budgetgerecht erstellt? Wie wirbt eine Einrichtung mit einem nachhaltigen Ernährungskonzept? Welche verschiedenen Verpflegungssysteme gibt es? Gibt es ein regionales Bio-Angebot im Kreis? Antworten auf diese Fragen und weitere Hilfestellungen erhalten Köche, Lehrkräfte, Erzieher, Leitungspersonal von Kitas und Schulen, Eltern und Gemeindevertreter sowie interessierte Caterer- und Großküchenvertreter auf den nachstehenden Veranstaltungen:

„Nachhaltig essen in Kita und Grundschule - wie kann das gelingen?“ Ein Workshop für Einrichtungen mit eigener Küche am Donnerstag, den 22. November 2018 in Friedberg. Schwerpunkte des Workshops sind nachfolgende Themen: Regional, fair und ökologisch – Warum nachhaltige Angebote in der Kita- und Schulverpflegung wichtig sind: Beschaffung – Kalkulation – Speiseplanung; Der BioHopper – Ein Lieferdienst stellt sich vor; Kochpraxis: Regionale und biologische Lebensmittel in der Kita- und Schulverpflegung. Kooperationspartner der Veranstaltung ist die Agentur für Ernährungsfragen Anja Erhart.

„BIO in der Kita- & Schulverpflegung – Regionaler Bezug – wie geht das?“ Ein Regionalforum für Einrichtungen mit externer Belieferung am Dienstag, den 27. November 2018 in Friedberg. Das Regionalforum gibt Aufschluss zu folgenden Aspekten: Biolebensmittel als zentraler Baustein in der Gemeinschaftsverpflegung einsetzten; Bioverpflegung als Mehrwert in das Gesamtkonzept der Einrichtung integrieren; Welches Belieferungssystem passt für meine Kita oder Schule?; Die KochFABrik (FAB gGmbH) stellt sich mit einer Verkostung vor. Kooperationspartner der Veranstaltung ist die Vereinigung Ökologischer Landbau Hessen e.V. (VÖL).

Exkursion zu regionalen Bio-Betrieben am Mittwoch, den 28. November 2018
Um 15 Uhr startet die Exkursion auf dem Hofgut Domäne Konradsdorf, dem größten Bio-Milchviehbetrieb in der Wetterau, in Ortenberg mit einer Hofbesichtigung. Der Biolandbetrieb vermarktet seine Produkte (Rindfleisch, Eier, Getreide, Nudeln) unter anderem über den hofeigenen Laden. Von dort geht es ab 17 Uhr weiter in die familiengeführte Vollkornbäckerei Mulinbeck GmbH & Co.KG nach Büdingen-Düdelsheim. Für die Familie Kilb stehen das Handwerk und die Qualität der Backwaren sowie die Regionalität der Getreideherkunft an erster Stelle. Daher wird der Kontakt zu heimischen Bio-Landwirten stetig ausgebaut. Nach dem gemeinsamen Rundgang durch die Backstube findet eine Probeverkostung statt. Kooperationspartner der Veranstaltung ist die Vereinigung Ökologischer Landbau Hessen e.V. (VÖL).