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Die Ökomodellregion Süd

Erzeugung und Verbrauch im Dialog

Interesse wecken, informieren, überzeugen: Die Modellregion hat es sich unter anderem zum Ziel gesetzt, den Ökolandbau den Verbraucher/-innen schmackhaft zu machen. Durch Veranstaltungen für Familien, Angebote an Schulen oder auf den Höfen u.v.m. werden die Produkte und die Menschen, die dahinter stehen, erlebbar – egal ob für Stadt- oder Landmenschen. Bereits vorhandene Initiativen werden gestärkt, Neues entwickelt.

Termine:

Dienstag, 24. September 2019, 18.30 bis 21.00 Uhr in Griesheim / 4. Treffen

Projektgruppensprecher ist Jürgen Helebrant, Lehrer und Bioland-Imker


 

Premiere für Infostand: Lust auf Bio geweckt

Ein farbiges Glücksrad, das ständig in Bewegung war, ein stimmig gestalteter Stand mit Infotafeln, Postern, Karten und dazu herrliches Wetter. Besser hätte der Rahmen für den ersten Informationsstand der Ökolandbau Modellregion Süd auf dem 30. Odenwälder Bauernmarkt in Erbach nicht sein können.

Initiiert hatte den Stand die Projektgruppe Erzeugung und Verbrauch im Dialog, eine von sieben Projektgruppen, die im Januar 2019 ihre Arbeit in der Ökomodellregion aufgenommen haben. Und so waren es auch die Ehrenamtlichen aus dieser Gruppe, die – unterstützt durch das Team der Geschäftsstelle der Ökomodellregion – an drei Markttagen Frage und Antwort zum Projekt standen.
Zuvor war der Stand in wochenlanger Arbeit konzipiert worden, wurden Ideen entwickelt, wie man die Verbraucher anspricht und als Multiplikator für das Projekt und den Ökolandbau im Allgemeinen auftreten kann. Die Vorteile von Ökolandbau und ökologisch erzeugten Bio-Produkten aus der Region begreifbar machen, das Projekt bekannt machen, Interesse wecken: Das waren nur einige der Ziele der Gruppe.

Kinder sind eine wichtige Zielgruppe

„Wir wollten mit diesem Stand einen ersten Versuch wagen, auf regionale Märkte zu gehen und Verbraucher anzusprechen“, sagt Jürgen Helebrant, Sprecher der Gruppe, selbst Bioland-Imker und Landwirt. Der Versuch ist gelungen, darüber herrschte Einigkeit bei den zwölf Engagierten, die ihr Wochenende und ihre Freizeit gegen Standdienst eingetauscht hatten. Auch das Feedback der Besucher bestätigte diese Art von Verbraucher-Dialog. Durch die farbige Gestaltung und das bunte Glücksrad waren es oft auch Kinder, auf die der Stand starke Anziehung ausübte. „Kinder sind ohnehin eine wichtige Zielgruppe für unsere Aufklärungsarbeit“, freut sich Helebrant, der im Rahmen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung an einer Schule tätig ist. Umwelt und ökologische Landwirtschaft sind für ihn wichtige Schwerpunktthemen.

Darauf will die Projektgruppe künftig verstärkt eingehen, ebenso auf Möglichkeiten, Gesichter und Geschichten rund um den Ökolandbau in der Region sichtbar, erlebbar und begreifbar zu machen: Hofporträts und Kostproben der aktiven Erzeuger in der Modellregion! Was in Erbach nicht möglich war, soll künftig Bestandteil des Informationsstandes sein. „Man kann nur begreifen, was man sehen, fühlen und auch schmecken kann.“

Das Interesse an Bio ist da

Hier besteht noch Handlungsbedarf: Bis auf zwei Ausnahmen führte der überregional bekannte Markt keine Bio-Produkte im Angebot. Auch diese Beobachtung der Marktbesucher konnte sich die Gruppe gleich mit mehrfacher Nennung auf ihre Feedbacktafel kleben. „Den Leuten hat das Bio-Angebot offenbar gefehlt“, lautete das Fazit der Gruppe.

Auch wenn es beim Glücksrad für die richtigen Antworten zu Bio-Themen keine essbaren Gewinne geben durfte, so wurde doch fleißig gedreht. Mit erstaunlicher Sicherheit und Fachkenntnis beantworteten Marktbesucher Fragen zum Ökolandbau, etwa zum Einsatz von Düngung oder zur Haltung von Tieren. „Wir haben auch ein Stimmungsbild mitgenommen“, fasst Helebrant zusammen. „Das Interesse an Ökolandbau ist da, die Lust auf Bio ist geweckt, die Menschen wollen mitmachen, die stehen hinter der Sache“.

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