Diese Seite wird nur mit JavaScript korrekt dargestellt. Bitte schalten Sie JavaScript in Ihrem Browser ein!
  • (c) E.Koch Landschaft
  • (c) FBLRV AU Schonstreifen
  • (c) FBLRV M.Schneider P1000406
  • Titelbild 4
  • Titelbild 5

Im Rahmen der Informationskampagne  vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau, fand am 10. Oktober ein Workshop in der Gesamtschule Niederwalgern statt. Anja Erhart (Agentur für Ernährungsfragen, Frankfurt) organisierte die Veranstaltung gemeinsam mit dem Landkreis als Kooperationspartner (Ökomodellregion). Die Veranstaltung richtete sich sowohl an Cateringunternehmen, Köchinnen und Köche, als auch an Lehrkräfte und Schulträger. Die Akteure sollten in einer theoretischen und praktischen Einheit motiviert werden, bei der Erstellung von Speiseplänen verstärkt Gesichtspunkte der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Schwerpunkte waren wirtschaftliche Herausforderungen, der Einsatz und die Beschaffung regionaler Bioprodukte. Auch die praktische Umsetzung, wie die Akzeptanz auf Seiten der Schüler, wurde diskutiert. In einer gemeinsamen Kocheinheit zeigte Hanne Weise (Dipl.oec.troph und Köchin) wie ein vegetarisches Menü aus regionalen Bioprodukten aussehen und vor allem schmecken kann. 

Vom 30. August bis 22. September nutzten 426 Bürgerinnen und Bürger im Landkreis die Gelegenheit an der Befragung zur Ökologischen Landwirtschaft teilzunehmen, sich aktiv einzubringen und mehr über ihre Einkaufsgewohnheiten mitzuteilen. 

Hier eine kurze Zusammenfassung:

Einkauf von Biolebensmitteln

Über 40 % der Befragten gaben an mehrmals in der Woche oder wöchentlich (32 %) Biolebensmittel einzukaufen. Die Siegel „Bioland“, „demeter“ und „fairtrade“ sind den meisten Teilnehmer*innen der Befragung (> 80 %) bekannt und rund die Hälfte richtet sich beim Einkauf nach den entsprechenden Siegeln. Dabei werden vor allem Eier (51 %) ausschließlich in Bioqualität gekauft. Fleisch, Milchprodukte (ca. 36 %), Obst und Gemüse (55 %) werden häufig in Bioqualität erworben. Im Vergleich zu frischen Produkten (zw. 6 – 12 %), werden Lebensmittel aus dem Trockensortiment, Getränke, Reinigungsmittel und Kosmetik häufig nicht in Bioqualität gekauft (zw. 25 % - 30 %). Gründe, die aus Sicht der Befragten gegen den Einkauf von Biolebensmitteln sprechen sind der Preis (41 %) aber auch die Bedenken an der Glaubhaftigkeit von Bio (36 %), gerade bei Bio Eigenmarken aus dem Lebensmitteleinzelhandel. Ein Drittel gab an, dass für sie keine Gründe gegen den Einkauf von Produkten aus biologischer Erzeugung sprechen.

Kriterien, die den Einkauf beeinflussen

Der überwiegende Teil der Personen (83 %), die an der Befragung teilgenommen haben, kauft im Lebensmitteleinzelhandel ein. Dabei beeinflussen vor allem Saisonalität (67 %), Regionalität (62 %) und Biologische Erzeugung (61 %) die Kaufentscheidung. Die Unterstützung der Heimischen Landwirtschaft (83 %), kurze Transportwege (88 %) und ein Beitrag zum Klimaschutz (64 %) sind wichtige Kriterien, die für den Einkauf regional erzeugte Lebensmittel sprechen. Eine möglichst plastikfreie Verpackung, die Nähe zur Region, sowie einfache Verfügbarkeit spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle.

Ein Großteil der Befragten kennt bereits einen landwirtschaftlichen Betrieb oder hat Interesse mehr über die Landwirte in der Region zu erfahren (56 %).

Bio in der Außerhaus Verpflegung

Der Wunsch nach mehr Biolebensmitteln in der Gemeinschaftsverpflegung ist groß (79 %). Gerade in Schulen, Kindergärten, Kantinen, der Gastronomie, aber auch bei öffentlichen städtischen Veranstaltungen und in Krankenhäusern und Altenheimen wird der Bedarf gesehen. 

Die Befragung zeigt, dass sich die Verbraucher mehr Informationen zu den Einkaufsmöglichkeiten regionaler Produkte (59 %) wünschen und Interesse an einem Laden mit biologisch und konventionell erzeugten Produkten, bzw. einem Laden mit ausschließlich regional erzeugten Bioprodukten haben. 

Die vollständige Auswertung der Befragung ist unter folgendem Link einsehbar

https://www.mein-marburg-biedenkopf.de/sites/default/files/unit/files/2019_09_30_broschuere_umfrage_zur_oekologischen_landwirtschaft.pdf

Der Tag der Regionen fand dieses Jahr am 6. Oktober in Dautphetal statt. Ziel des bundesweiten Aktionstages ist es das Thema Rationalität wieder stärker ins Bewusstsein rücken. So stellten sich regionale Akteure, wie Vereine, Initiativen, Direktvermarkter, Kunsthandwerker und Behörden vor. Die Ökomodellregion nutzte die Gelegenheit mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen, das Projekt vorzustellen und sich über landwirtschaftliche Themen auszutauschen.

Auch die Ökomodellregion war am 3 Oktober beim Maus Türöffnertag in Cölbe mit dabei. Dieses Jahr öffnete Hofgut Fleckenbühl die Türen für Groß und Klein und bot gemeinsam mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf ein umfangreiches Programm zu den Themen Nachhaltigkeit, Ernährung, Tierhaltung, Mülltrennung und Plastikvermeidung an. Am Glücksrad der Ökomodellregion konnten Kinder spielerisch mehr über das Thema Landwirtschaft und Ernährung erfahren. 

Ganz unter diesem Motto haben wir am 1. September ein leckeres Biofrühstück mit Spezialitäten aus dem Landkreis genossen. Das Frühstücksbuffet war biozertifiziert und bot uns die Gelegenheit unterschiedliche regionale Bioprodukte kennen zu lernen, uns auszutauschen und in gemütlicher Runde in den Tag zu starten. Dabei wurden zahlreiche Ideen und Wünsche für ähnliche Veranstaltungen eingebracht. Das Frühstück fand im Rahmen der Zukunftskonferenz des Landkreises in Kooperation mit der Gemeinde Cölbe und dem St.-Elisabeth Verein Marburg statt und richtete sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger.

 

Online-Befragung soll Informationen zum Einkaufsverhalten liefern

Marburg-Biedenkopf – Vom 30. August bis zum 22. September 2019 können die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Marburg-Biedenkopf an einer Online-Bürgerbefragung zur ökologischen Landwirtschaft in der Ökomodellregion Marburg-Biedenkopf teilnehmen und sich aktiv einbringen. Die Befragung ist auf der Beteiligungsplattform unter www.mein-marburg-biedenkopf.de zu finden.

Um die Ökologische Landwirtschaft zu fördern, wurden im Rahmen des hessischen Ökoaktionsplans Ökomodellregionen eingerichtet. Seit Mai dieses Jahres ist die Ökomodellregion Marburg-Biedenkopf, neben sieben weiteren Modellregionen, in Hessen aktiv. Nach einer Auftaktveranstaltung, die sich an die ökologisch wirtschaftenden Betriebe richtete, haben sich themenbezogene Arbeitsgruppen gebildet, die sich zum Beispiel mit Fragen der Öffentlichkeitsarbeit oder der Stärkung von Absatzmöglichkeiten für regionale Bioprodukte weiter austauschen.

Mit einer Online-Befragung haben nun die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit sich aktiv einzubringen und mehr über ihre Einkaufsgewohnheiten mitzuteilen. Ab Freitag, 30. August, können Interessierte an der Befragung teilnehmen. Sie ist im Internet abrufbar auf der Beteiligungsplattform des Landkreises unterwww.mein-marburg-biedenkopf.de. Die Ergebnisse fließen in die Arbeit der Ökomodellregion Marburg-Biedenkopf ein und werden im Anschluss an die Auswertung auf der Bürgerbeteiligungsplattform der Kreisverwaltung veröffentlicht.

Weitere Informationen und Kontakt:
Ilka Ufer, Netzwerkmanagerin der Ökomodellregion Marburg-Biedenkopf, Telefon: 06421 405-6145 sowie per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Hier geht es zur Online Befragung https://mrbid.limequery.org/index.php/survey/index/sid/248815/newtest/Y/lang/de

Marburg-Biedenkopf – Knapp 70 Bio-Landwirte, Vermarkter und Verarbeiter von landwirtschaftlichen Produkten sowie Vertreter des Landesbetriebs Landwirtschaft (LLH) und der Bio-Anbauverbände Bioland und Naturland folgten der Einladung zur Auftaktveranstaltung der Ökomodellregion Marburg-Biedenkopf.

Kaum hatte das hessische Landwirtschaftsministerium den Landkreis Marburg-Biedenkopf zur Ökomodellregion erklärt, organisierte Netzwerkkoordinatorin Ilka Ufer den Einstieg in die inhaltliche Arbeit in den Räumen des Fachdienstes Erzeuger-Verbraucher-Dialog im Marburger Hermann-Jacobsohn Weg. 

Zunächst schilderte Ufer den aktuellen Stand in der Ökomodellregion Marburg-Biedenkopf. Ein Förderantrag für eine Machbarkeitsstudie zum Aufbau eines Vermarktungs- und Verteilerzentrums für regionale, ökologische Produkte sei bereits auf den Weg gebracht worden. Außerdem habe man zusammen mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) Mitte Juli eine Veranstaltung zum Thema Einsparung von Kohlenstoffdioxid in der Gemeinschaftsverpflegung organisiert.

Weitere Themen brachte die Netzwerkkoordinatorin der Ökomodellregion Wetterau, Claudia Zohner, mit einem Bericht über die dortige Entwicklung seit dem Beginn als Ökomodellregion im Jahr 2015. So hätten die Partner dort unter anderem die „BioWoche in der Wetterau“ entwickeln, einen Bio-Einkaufsführer herausgeben und zwei Projekte der solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) etablieren können.

Die Auftaktveranstaltung als Forum nutzen konnten zudem die Vertreter zweier weiterer Projekte. Margitta und Peter Jacobs von der Freien Waldorfschule Marburg skizzierten ihre Absicht, schon zum nächsten Schuljahr eine Fachoberschule für ökologische Landwirtschaft gründen zu wollen. Es wäre ein hessenweit einmaliges Projekt: Schülerinnen und Schüler sollen sich nach Abschluss des mittleren Bildungsabschlusses anhand der Schwerpunkte nachhaltige Entwicklung, Kreislaufwirtschaft, erneuerbare Energien und Klimaschutz auf die Ökologische Landwirtschaft spezialisieren können. 

Anna-Lena Brandt und Stefanie Weil erläuterten das Konzept des neu gegründeten Mitgliederladens „Punkt“. Mit einer einmaligen Einlage und einem monatlichen Mitgliedsbeitrag können Mitglieder der Punkt-Genossenschaft fast zum Einkaufspreis einkaufen, außerdem ist der Einkauf zu marktüblichen Preisen für Laufkundschaft möglich. Finanziert wird das Projekt über eine Online-Gruppenfinanzierung und ist derzeit noch auf der Suche nach weiteren Unterstützern und eines Ladengeschäfts.

Schließlich ging es entsprechend der Schwerpunkte der Ökomodellregion – Verbesserung des Netzwerks zwischen Erzeugern, Verarbeitern und Vermarkter, Unterstützung in der Hofnachfolge und beim Einstieg in die Bio-Landwirtschaft, neue Vermarktungswege und Verbraucherinformation – in vier Arbeitsgruppen in den gemeinsamen Austausch.

In Sachen Verbraucherinformation und Öffentlichkeitsarbeit sollen Verbraucher anhand von Mitmachaktionen und Dialogveranstaltungen zwischen Erzeugern und Verbrauchern in einer Reihe von Veranstaltungen für die Bio-Landwirtschaft interessiert und über die Hintergründe informiert werden. 

In der Arbeitsgruppe Weiterbildungswünsche in der Landwirtschaft wurde deutlich, dass sich mehr Beratung zu den Themen Betriebsübergabe und Hofnachfolge sowie zur Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise gewünscht wird. In den folgenden Treffen soll ausgearbeitet werden, wie sich solche Angebote, beispielsweise mit dem Landesbetrieb Landwirtschaft, vermehrt umsetzen lassen können.

Eine weitere Gruppe widmete sich der Infrastruktur bei der regionalen Schlachtung und Fleischverarbeitung. Zwar hätten viele Betriebe mittlerweile individuelle Lösungen gefunden, allerdings gäbe es nach wie vor den Wunsch in einem regionalen Betrieb mit Biozulassung schlachten und verarbeiten lassen zu können. Ansätze liegen im Aufbau fehlender Strukturen unter Einbezug der Metzger Innung und regionalen Metzgern. Hilfestellungen zum Ausbau neuer Strukturen sollen Betriebsbesichtigungen aber auch der Austausch mit Gastronomen werden.

Die vierte Arbeitsgruppe befasste sich mit der Ermittlung weiterer Absatzwege. Anhand verschiedener Erzeugnisse wurden Vermarktungsideen gesammelt. In Bezug auf Kartoffeln wäre eine Bündelung mit anschließender Belieferung an regionale Großabnehmer denkbar. Diskutiert wurden hier unter anderem die Gründung von Erzeugergemeinschaften für gleich verschiedene Produkte, von der Bio-Milch bis zum Bio-Getreide, und der Einbezug von Großabnehmern unter Beibehaltung und auch Entwicklung kleinerer Vermarktungsstrukturen.

Die während der Auftaktveranstaltung angestoßenen Ideen sollen in kommenden Arbeitstreffen weiterentwickelt werden, in die sich nach wie vor Interessierte einbringen können. Weitere Informationen hierzu und grundsätzlich rund um die Ökomodellregion Marburg-Biedenkopf gibt Netzwerkkoordinatorin Ilka Ufer unter der Telefonnummer 06421 405-6145 oder per E-Mail an uDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Eine Gelegenheit mit Ilka Ufer über die Ökomodellregion Marburg-Biedenkopf ins Gespräch zu kommen bietet zudem die Zukunftskonferenz vom 30. August bis zum 1. September 2019. Im Rahmen der gemeinsam vom Landkreis, dem St. Elisabeth Verein und der Gemeinde Cölbe organisierten Veranstaltung bietet die Ökomodellregion am Sonntag, 1. September 2019, ein für Besucherinnen und Besucher kostenfreies regionales Frühstück mit Bioprodukten aus dem Landkreis. Einzelheiten zum Programm und den Veranstaltungsorten der Zukunftskonferenz finden sich auf www.marburg-biedenkopf.de

Marburg-Biedenkopf – Als neue Netzwerkkoordinatorin gestaltet Ilka Ufer die weitere Entwicklung der Ökomodellregion Marburg-Biedenkopf. Zuvor hatte das hessische Landwirtschaftsministerium Marburg-Biedenkopf zur Ökomodellregion erklärt. Vorrangiges Ziel ist es nun, durch Vernetzung der Bereiche Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung den ökologischen Landbau im Landkreis zu stärken.

„Wir möchten neue regionale Wertschöpfungsketten und Vermarktungsstrategien aufbauen, die Nachfrage durch Endverbraucher und Großabnehmer weiter stärken und auch die Verbraucher in Form von Bürgerdialogen verstärkt einbeziehen. Die Ökomodellregion ist auch ein wichtiges Element der Nachhaltigkeitsstrategie des Landkreises und leistet wertvolle Unterstützung für das Klimaschutzkonzept des Landkreises“, sagt Landrätin Kirsten Fründt. Zur Umsetzung der Konzepte fördere das Land die Personalkosten der Netzwerkkoordinatorin mit rund 75 Prozent, so die Landrätin. „Ziel der Ökomodellregion ist es, unterstützend und vernetzend tätig zu werden. Marburg-Biedenkopf zeichnet sich bereits durch einen hohen Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen aus“, ergänzt Ilka Ufer.

Ilka Ufer absolvierte ihr Bachelorstudium der Agrarwissenschaften in Gießen und das Masterstudium der Ökologischen Landwirtschaft an der Universität Kassel (Studienort Witzenhausen) und sammelte in den vergangenen Jahren Erfahrung im Bereich Lebensmittelherstellung und Direktvermarktung.

„Es gibt eine große Vielfalt in den Betriebsstrukturen“, erklärt Ilka Ufer. Über zahlreiche Vermarktungsstrategien fänden die regionalen Bioprodukte bereits ihren Weg zum Verbraucher, etwa über Hofläden, Wochenmärkte, solidarische Landwirtschaft oder Mitgliederläden. Zudem seien regionale Bioprodukte auch über die RegioApp zu finden. „Das alles sind sehr gute Voraussetzungen“, weiß die Expertin. „In der Bewerbung zur Ökomodellregion wurden mit beteiligten Akteuren konkrete Maßnahmen ausgearbeitet, die jetzt in Arbeitsgruppen umgesetzt werden. Ein erstes Treffen findet Anfang Juli statt“, sagt Ilka Ufer.

Zur Umsetzung des Ökoaktionsplans hat das Land Hessen Ökolandbau-Modellregionen eingerichtet. Das Ziel: Das bio-regionale Angebot soll stärker ausgebaut werden. Das gemeinsame Motto aller Ökomodellregionen heißt: „Mehr Bio aus Hessen für Hessen!“ Zusammen mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf haben die Landkreise Waldeck-Frankenberg, Lahn-Dill und Gießen, Vogelsberg und der Verbund Südhessen ihre Arbeit aufgenommen. Gemeinsam mit den bereits bestehenden Ökomodellregionen Nordhessen, Fulda und Wetterau sind inzwischen 12 von 21 Landkreisen in Hessen Ökomodellregion.

Mit engagierten Partnern vor Ort und mit hessenweit tätigen Akteuren wie den Bio-Anbauverbänden, der Aktionsgemeinschaft ECHT HESSISCH oder dem Landesbetrieb Landwirtschaft (LLH) entstehen in jeder Region eigene Projekte, Aktionen und Bio-Produkte. Die gesammelten Erfahrungen stehen allen hessischen Regionen zur Verfügung. Ziel ist es, das Angebot an bio-regionalen Produkten in Hessen deutlich auszuweiten. Die hessischen Ökomodellregionen beschreiten unterschiedliche Wege, um dieses Ziel zu erreichen und lernen voneinander. 

Die Ökomodellregion Marburg-Biedenkopf umfasst den gesamten Landkreis mit einer Fläche von rund 1.260 Quadratkilometern, 22 Kommunen und 245.000 Einwohnern. Die Region ist ländlich geprägt und auch wirtschaftlich, kulturell und sozial gut aufgestellt.

Die Landwirtschaft ist geprägt durch die unterschiedlichen geographischen Lagen, die eine große Vielfalt in der Struktur der Betriebe und dem Anbau bedingen: Die Mittelgebirgslandschaft im Hinterland mit überwiegender Grünlandwirtschaft, das Gladenbacher Bergland, der Burgwald bis hin zu Gunstlagen in den Talauen von Lahn, Ohm, Wetschaft oder Amöneburger Becken. Im Nord- und Ostkreis liegt neben der Schafhaltung der Schwerpunkt auf Milchviehhaltung und Biogasanlagen in Verbindung mit elf Bioenergiedörfern. Ackerbau und Schweinehaltung sind in der Mitte und im Süden zu finden. Mutterkuhhaltung vorwiegend im Hinterland.

Öko-Landwirtschaft wurde bereits Mitte der 1980er Jahre von einigen Pionierbetrieben im Landkreis begonnen. Vom Getreideanbau zu Holzofenbrot und Backwaren, vielfältigem Gemüse- und Kartoffelangebot, Kräuteranbau, Fleischangebot von Rind bis Geflügel, Eiern, Milcherzeugung bis hin zur eigenen Käseherstellung reicht heute das vielfältige Angebot der überwiegend mittelgroßen Bio-Betriebe. Durch Vermarkung ab Hof, Hofladen, Lieferservice, Wochenmärkten oder über solidarische Landwirtschaft finden viele Verbraucher den direkten Weg zum Erzeuger. Bei aktuell stetig steigender Nachfrage können auch die regionalen Angebote wachsen.

Vom 30. August bis 1.September veranstaltet der Landkreis gemeinsam mit dem St. Elisabeth-Verein und der Gemeinde Cölbe eine Zukunftskonferenz. Dort bietet die Ökomodellregion am Sonntag, 1. September, ein leckeres Frühstück mit Bioprodukten aus der Region an und nutzt die Gelegenheit, mit interessierten Bürgern ins Gespräch zu kommen. Auch beim Tag der Offenen Tür des Landkreises am 6. Juli, sowie beim Maus-Türöffner-Tag am 3. Oktober wird die Ökomodellregion vertreten sein.

Ansprechpartnerin für die Ökomodellregion:
Landkreis Marburg-Biedenkopf/Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz
Ilka Ufer
Hermann-Jacobsohn-Weg 1, 35039 Marburg
Telefon: 06421 405-6145
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!