Diese Seite wird nur mit JavaScript korrekt dargestellt. Bitte schalten Sie JavaScript in Ihrem Browser ein!
  • Lahn-Dill-Giessen
  • Lahn-Dill-Giessen
  • Lahn-Dill-Giessen
  • Lahn-Dill-Giessen
  • Lahn-Dill-Giessen
  • Lahn-Dill-Giessen
  • Lahn-Dill-Giessen

… und lässt sich insbesondere in den Gunstlagen der Ökomodellregion Lahn-Dill-Gießen erfolgreich anbauen! Um die Besonderheiten, Vorteile und Herausforderung dieser Eiweißalternative zu verdeutlichen, hatte die Ökomodellregion Lahn-Dill-Gießen bereits Ende August gemeinsam mit dem Lehr- und Versuchsgut der Universität Gießen Gladbacher Hof zu einem Feldtag geladen. Diesen eröffnete Andreas Schmid-Eisert, Administrator des Versuchsgutes, sowie Margot Schäfer, Abteilungsleitung der Abteilung für den ländlichen Raum des Lahn-Dill-Kreises, mit einer kurzen Begrüßung. Dr. Franz Schulz, Leiter der Versuchsstation auf dem Gladbacher Hof, berichtete ausführlich über die Besonderheiten des Anbaus und demonstrierte das Beimpfen des Saatgutes mit Knöllchenbakterien. Die Vorbehalte vieler Anbauer, Soja gedeihe auf mittleren Standorten nicht, räumten er und LLH-Anbauberater Marcel Phieler aus. Die Erfahrungen aus dem Soja-Netzwerk des LLHs haben ebenfalls gezeigt, dass ein Anbau der Kultur bis ca. 400 m ü. NN. noch möglich sei. Wichtig sei hierbei, dass der Sojaanbauer beharrlich bleibe. Soja sei anspruchsvoll und erfordere auf jedem Standort individuelle Anbauerfahrungen. Dafür müsse man der Eiweißpflanze eine Chance geben und sie über mehrere Jahre in der Fruchtfolge behalten. Besonders in trockenen Jahren zeigt die Sojabohne gegenüber der Ackerbohne dann aber ihre Vorteile im Anbau. Für welche Einsatzzwecke oder Standorte die „klassischen“ Eiweißfutterpflanzen aber nachwievor gut geeignet sind, beleuchtete Philipp Roth vom Demonetzwerk „Erbse/Bohne“ des LLH in einem Ausblick.

Lohnenswert ist Öko-Soja auch mit Blick auf dem Preis. Vertreter der Anbauverbände Naturland, der Naturland Marktgesellschaft, Bioland sowie der Firma Taifun erläuterten die Anforderungen insbesondere an Speisesoja, aber auch Rahmenbedingungen der vertraglichen Kooperationen und die lukrativen Preise. Derzeit stellt die lokale Erfassung von Öko-Soja in Mittelhessen noch eine Herausforderung dar, es wird jedoch an Lösungen gearbeitet. Generell besteht derzeit auf dem Markt ein großes Interesse an Öko-Soja.

Die gute Marktlage und viele positive Anbaueigenschaften gingen als Plädoyer für den von Öko-Soja aus der Veranstaltung hervor. Für die Mitwirkung aller Beteiligten sowie natürlich das zahlreiche Erscheinen der Besucher bedankt sich die Ökomodellregion Lahn-Dill-Gießen an dieser Stelle sehr herzlich!

Im Rahmen der Ökomodellregion soll an dem Thema Öko-Soja weitergearbeitet werden. Sind Sie Landwirt in den Landkreisen Lahn-Dill oder Gießen und planen zur Ernte 2020 den Anbau von Soja? Dann kontaktieren Sie gern das Projektmanagement unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir suchen derzeit Kooperationsbetriebe für eine weitere Feldveranstaltung.