Diese Seite wird nur mit JavaScript korrekt dargestellt. Bitte schalten Sie JavaScript in Ihrem Browser ein!
  • Lahn-Dill-Giessen
  • Lahn-Dill-Giessen
  • Lahn-Dill-Giessen
  • Lahn-Dill-Giessen
  • Lahn-Dill-Giessen
  • Lahn-Dill-Giessen
  • Lahn-Dill-Giessen

Die Ökomodellregion Lahn-Dill-Giessen

Die Ökolandbau-Modellregion Lahn-Dill-Gießen umfasst mit den gleichnamigen Landkreisen eine abwechslungsreiche Region voller Potential. Rund 510 000 Einwohner leben im gesamten Projektgebiet, ca. 140.000 allein in den Städten Wetzlar und Gießen. Sie erstreckt sich vom hessischen Westerwald über das Lahn-Dill-Bergland in die Ausläufer der Naturräume Taunus und Wetterau über das Gießener Becken bis an den Rand des Vogelsberges. Das Projektmanagement der Ökomodellregion wird vom Amt für den ländlichen Raum mit Sitz in Wetzlar übernommen.

Die beiden Landkreise Lahn-Dill und Gießen sind eine starke Gemeinschaft im Ökolandbau und haben im Bereich des Bio-Flächenanteils schon jetzt den Charakter einer Ökolandbau Modellregion in Hessen. Mit 25,2% ökologisch bewirtschafteter Fläche hat die Region bereits aktuell das Ziel der Politik zum Flächenwachstum im Ökoanbau erfüllt. Im Jahr 2018 haben rund 240 Betriebe einen HALM-Förderantrag für ökologischen Landbau gestellt! Schwerpunkte liegen vor allem im nördlichen Teil des Lahn-Dill-Kreises sowie im hessischen Westerwald. In einzelnen Gemeinden liegt der Anteil ökologisch bewirtschafteter Fläche bereits bei rund 50%!

Die landwirtschaftliche Struktur der Region ist vielfältig: Auf den Hochertragsstandorten im Raum Schöffengrund, Hüttenberg, Lich oder Hungen werden klassische Marktfrüchte erzeugt. Das Potential zum Sonderkulturanbau ist hoch. Richtung Westerwald steigt der Grünlandanteil und die Anzahl extensiver Tierhalter. Mehr als 2/3 der Ökobetriebe halten Rinder. Mutterkuh- und Schafhaltung zählen auf den Extensivflächen zu den Schwerpunkten in der Tierhaltung. Generell sind in der Ökomodellregion zusätzlich bereits Öko-Legehennen- und Gänsehalter vertreten.

Hinsichtlich der angebauten Ackerkulturen sind bereits einige Betriebe experimentierfreudig. In der Ökomodellregion Lahn-Dill-Gießen finden sich schon jetzt Urgetreide, Buchweizen, spezielle Ölsaaten, Linsen oder Öko-Soja. Außerdem findet Öko-Saatgutvermehrung statt. Diese Vielfalt im Ackerbau soll durch die Ökomodellregion gefördert und gestärkt werden.

Das Know-How in der ökologischen Erzeugung sämtlicher Sparten ist groß und zum Teil durch jahrelange Erfahrung gestützt. Die Ökomodellregion möchte nicht nur interessierte konventionelle Betriebe bei der Umstellung unterstützen, sondern im Besonderen die Vernetzung der bestehenden, ökologisch wirtschaftenden Betriebe fördern und mit neuen Strukturen einen zukunftsfähigen Ökolandbau in der Region sicherstellen. 

Denn im Gegensatz zu der im hessischen Vergleich überdurchschnittlich hoch vertretenen Öko-Erzeugung bietet der Bereich Verarbeitung und Vermarktung noch Potential zum Wachstum. Einzelne Schlachtstätten, Metzgereien, Bäckereien, Anbieter im Bereich Gemeinschaftsverpflegung und natürlich des Naturkosthandels haben bereits ein ansprechendes Bio-Angebot erstellt. Hier sind starke Partner vorhanden, um die Absatzwege für lokal erzeugte Bio-Produkte in der Region zu stärken und auszubauen. Der Bereich Gemeinschaftsverpflegung, z.B. Catering in Schulen und Kliniken, spielt dabei eine besondere Rolle. Jedoch gerade im Bereich Öko-Verarbeitung müssen Lücken in den regionalen Wertschöpfungsketten geschlossen werden. Im Besonderen hier sollen Projekte initiiert und Projektpartner vernetzt werden.

Um die Nachhaltigkeit der Projekte zu sichern, sollen im Bereich kommunaler Ernährungspolitik zukunftsweisende Strukturen und Strategien entwickelt werden. Nicht nur in diesem Fachbereich unterstützt die Justus-Liebig-Universität Gießen die Arbeit der Ökomodellregion. Auch mit dem Schwerpunkt Pflanzenbau und Anbautechnik ist eine Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis in Planung.



Kontakt Ökolandbau Modellregion LAHN-DILL-GIESSEN

Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises
Abteilung für den ländlichen Raum
Astrid Rauner
Karl-Kellner-Ring 51
35576 Wetzlar
Tel. 06441 407-1792
Fax 06441 407-1075
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!